Zwischen Threat Intelligence und Pentesting
Autor
Joachim Gebhardt
Veröffentlicht
IECTIC 2026
Wenn in Hessen über zentrale Fragen der IT-Sicherheit in Deutschland und Europa diskutiert wird, sitzen wir mit am Tisch. Als einer der führenden Experten in Sachen Cyber Security, Softwaresicherheit und Künstliche Intelligenz.
So auch letzte Woche, als die International European Cyber Threat Intelligence Conference 2026 (IECTIC) renommierte Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in Kassel versammelt hat, um intelligente Antworten auf die hybriden Bedrohungen unserer Zeit zu diskutieren.
Als Product Owner und Stratege hinter Invaider, widmete ich meinen Vortrag der Frage, wie KI-Technologien in realen Pentesting-Workflows eingesetzt werden können und wo ihr praktischer Nutzen tatsächlich liegt. Mein Beitrag war unterfüttert von profunden Erfahrungen im Kontext von Vulnerability Assessment, Cyber Reconnaissance und Cyber Defense und hat gezeigt, welche belastbaren Schlussfolgerungen sich aus dem Einsatz von KI im Pentesting ableiten lassen. Typische Einsatzfelder waren dabei ebenso Gegenstand der Betrachtung wie die grundsätzlichen Herausforderungen, die das KI-Zeitalter für kritische Infrastrukturen, globale Beziehungen und den Bevölkerungsschutz mit sich bringt.
Neben den klaren Vorteilen KI-gestützter Pentests wurden auch ihre Grenzen und Risiken beleuchtet: Halluzinationen, fehlerhafte technische Annahmen, mangelnde Kontexttiefe und der Bedarf an menschlicher Validierung.
Aus diesen Gründen verfolgen wir bei Micromata grundsätzlich einen Human-in-the-Loop-Ansatz, in dem erfahrene Fachleute die KI anleiten, führen, beobachten und korrigieren, so dass das Ergebnis am Ende valide und absolut verlässlich ist. Darum verstehen wir die genannten Risiken auch als Stellschrauben, nicht als Gegenargumente. Zumal die Modelle in rasanter Geschwindigkeit immer besser werden und für den Einsatz im Pentesting ohnehin speziell trainierte Modelle gefragt sind. Mit unserer Plattform Invaider sind wir da bereits sehr weit.
Wir sollten in Sachen AI-Driven Pentesting also besser schnell als langsam Fahrt aufnehmen. In einem Umfeld, in der KI dafür sorgt, dass das Tempo und die Zielgenauigkeit von Angriffen drastisch steigen während die nötige Reaktionszeit synchron dazu drastisch sinkt, ist die Nutzung von KI kein Nice-to-have, sondern unverzichtbare Bedingung einer schnellen, wirksamen und zukunftsfähigen Cyber Security.